Viel Spaß, ist in dieser Variante nicht so laut!

Liebe Eltern, liebe Paare, liebe Individualist*innen!

Heute geht es um die Frage: „Wie gehen wir mit Unsicherheiten und Ängsten rund um Corona um?“

Diese Pandemie lässt die Welt von einem zum anderen Tag stillstehen.

Was löst das in uns als Eltern und in unseren Kindern aus?

Wie können wir Kinder unterstützen, mit der Angst und Unsicherheit umzugehen?

Unsicherheiten und Ängste dürfen sein, Ihr müsst sie nicht verheimlichen, auch Euer Kind darf spüren, dass nicht alles so ist wie vorher. Auch darf euer Kind wissen, dass Ihr auf manche Fragen keine Antwort habt.

  • Informiert Euch über offizielle und behördliche Quelle über den neusten Stand. Das gibt euch Sicherheit und Handlungsideen
  • Die Empfehlungen wie Händewaschen, Zuhause bleiben, etc. zu befolgen, gibt Euren Kindern Orientierung und Sicherheit
  • Sagt Euren Kindern, dass Ihr sie beschützt
  • Hört Euren Kindern zu, wenn sie ihre Sorgen erwähnen. Zum Beispiel, weil sie mitbekommen haben, dass jemand im Umfeld erkrankt ist
  • Verdeutlicht, dass alles getan wird, uns alle zu schützen und Kranke zu heilen
  • Berichtet wie die Krankheit im guten Fall verläuft
  •  Schafft ein Ritual, einen zeitlich festgelegten Punkt am Tag für das „Steinchen im Schuh“. Ein Rahmen, in dem das Kind erzählen kann, wie es ihm geht und ob etwas „drückt“. Bei größeren Kindern und Jugendlichen kann auch das Mittag- oder Abendessen ein guter Moment sein
  • Unterstützt sie bei den Schulaufgaben, um Alltag herzustellen (aber nur solange es nicht zum Terror wird)
  • Lasst ältere Kinder großzügig das Handy nutzen um sich mit Gleichaltrigen auszutauschen
  • Sagt Euren Kindern, es gibt einen Sommer, einen Herbst und es geht weiter…
  • Verbringt Zeit zusammen. Zum Beispiel zum Vorlesen. Märchen eigenen sich ideal dazu, Ängste indirekt zu thematisieren
  • Bastelt eine Kiste* in die ihr Zettel mit den Wünschen reinlegt, mit Unternehmungen, die ihr nach der „Bleibt zuhaue“-Zeit machen wollt! (Tipp von Julia, vielen Dank!)

 

Das 6-Schritte-Lösungsmodell

Liebe Eltern, liebe Paare, liebe Individualist*innen,

Ostern ist vorbei – die Tage waren nochmal eine Herausforderung. Insbesondere in Punkto Beziehung. Mit dem Mangel an Außenkontakten, Besuchen und Ablenkungsmöglichkeiten wie Fitnessstudios, Schwimmbädern und Kinos liegt der Fokus weiterhin ganz auf unseren Partnern und Kindern. Für Frischverliebte ist es vielleicht ein Traum im Haus bleiben zu sollen, aber für viele Paare für die schon der normale Alltag herausfordernd genug ist, ist es einfach anstrengend, frustrierend und eine Zeit voller Streit. Streit, der oft genug weder zu Kompromissen noch zu Ergebnissen führt. 

Heute möchte ich Euch gern für diese Konflikte eine Anregung geben, wie es möglich ist, konstruktive Lösung zu finden. 

Gerade Themen wie: „Ich bräuchte mal Zeit für mich“ oder „Ich hättet gern in der Wohnung eine persönliche Ecke“ sind gut anhand dieser 6 Schritte zu lösen. 

Das Lösungsmodell* beinhaltet 6 Schritte:

  1. Bedürfnisse klären
  2. Lösungen vorschlagen- sammeln
  3. Lösungen bewerten (Beide bewerten und entscheiden)
  4. Vorgehen planen in einzelnen Schritten
  5. Durchführen (es als Probelauf verstehen)
  6. Bewerten. Hat es funktioniert? Wie wäre es besser?

Nehmt Euch Zeit für Eure Partnerin bzw. Partner und für Euer liebstes Streitthema. Geht die 6 Schritte einzeln sorgfältig durch. Sammelt dabei die Lösungsvorschläge schriftlich, notiert jede Lösungsidee auf einem Zettel, damit Ihr sie alle klar und deutlich vor Euch seht, dass macht die Entscheidungsfindung einfacher. Und wagt es mal, Euch auf eine Lösungsidee des anderen einzulassen!

Ich bin gespannt! 

* vgl. Guy Bodemann, Caroline Fux, in „Einfach glücklich“ Das Geheimnis einer erfüllten Partnerschaft und starken Beziehung, Stiftung Warentest 2010 

Ihr braucht ein bisschen Watte pro Person und 5/10 Steinchen. Die Watte legt Ihr vor Euch auf den Tisch, dann wird gepustet. Wenn die eigene Watte vom Tisch runterfällt, dann musst Du ein Steinchen abgeben. Wer keine Steinchen mehr hat, hat leider verloren.

Wer hätte das gedacht, das nochmal die Zeit kommt, wo es Lobhudelei aufs  Handy gibt. Sie retten unseren Alltag und vor allem das Leben unseres „Pubertiers“.

Das abgeschnitten sein von den Freunden, ein Leben ohne Schulhof und anderen Treffpunkten ist für Pubertierende eine Qual und nicht nur das, dann noch soviel Zeit und Nähe mit Mutter, Vater und teilweise nervigen Geschwistern- Quasi ein Alptraum.

Wäre da nicht dieses kleine Gerät: das Smartphone- was jetzt mal wirklich seinem Namen gerecht wird es ist smart-sprich clever!

Es kann was, was wir als Eltern nicht bieten können,

es ermöglicht dem Pubertier:

Den ersehnten Kontakt zur Außenwelt, raus aus der Isolation

Den Kontakt zu Menschen, die einen verstehen

Dort können Ängste an und ausgesprochen werden, die Corona in einem auslösen

Es gibt die Möglichkeit über Filme und Posts zu lachen

Es informiert über Corona und die Welt. Jeder weiß jetzt wo Wuhan in China liegt, was ein Virologe ist und eine Pandemie-

Es ermöglicht Kreativität, man kann mit Fotos und Filmchen sich ausdrücken, und das aus dem Zimmer statt von einem Urlaubsort.

Spiele lenken ab, lassen einen die Eltern vergessen, die an die Schulaufgaben erinnern

Ja und ganz wichtig Musikvideos, das ist die Verbindung zur emotionalen Welt

Und bevor ich es vergesse, man kann durchs Smartphone auch am digitalen Schulleben teilnehmen.

Ein Cleverding!

* Eine Lobhudelei um nicht ganz schwarz zu sehen, wenn ihr Pubertier am Handy hängt. Und ja es ist gut, wenn es auch mal sich körperlich betätigt…

 

2 Spieler

Sie brauchen ein Feld mit 9 Kästen und 2 x 5 Spielsteine.
Abwechselnd wird gesetzt und wer es schafft 3 Steine in eine Linie oder diagonal zu setzen, der hat gewonnen.

Liebe Eltern, liebe Paare, liebe Individualist*innen!

Diese Corona-Zeiten sind der Nährboden für Vorwürfe. Die vielen Einschränkungen, die vielen Sorgen und Ungewissheiten führen zu Anspannung und Stress. Ein Ventil ist für viele, die Mitmenschen anzublaffen. Das eigene Unwohlgefühl wird umgeleitet und entlastet, indem ich jemand anderen für irgendetwas verantwortlich mache.

Nichts ist leichter, als bei der kleinsten Alltagsunachtsamkeit auszuflippen und Vorwürfe zu formulieren. Das kennen wir alle.

 

Nur leider erreichen wir damit nichts. Das Kind, der Partner, die Partnerin machen bei Vorwürfen die Ohren zu, schalten auf dicht, was wiederum unsere Laune noch schlechter macht. Oder das Gegenüber schlägt verbal zurück, holt gleichermaßen die Vorwurfskeule raus und es kracht richtig.

 

Ein „Gegenmittel“ sind die Ich-Botschaften.

Bei den Ich-Botschaften geht es darum, selbst bei den banalsten Anlässen zu ergründen, welches Bedürfnis gestört wird und welche Gefühle uns eine Situation macht.

Nehmen wir als Beispiel, dass jemand seinen Teller stehengelassen hat:

Es ist offensichtlich, dass die Person davon ausgeht, dass jemand anders ihn wegräumt. Nämlich ich.

Mein Impuls ist, einen Vorwurf zu formulieren: „Schon wieder hast Du Deinen Teller stehengelassen! Was glaubst Du eigentlich, wer ich bin?!? Die Putzfrau?“ Egal, ob wir das zu einem Erwachsenen sagen oder einem Jugendlichen (der mit Sicherheit auf die Frage ein „Ja!“ für uns übrig hat), Streit oder schlechte Stimmung ist programmiert.

Beherzige ich die Vorgehensweise der Ich-Botschaft, überlege ich, mit welchen Gefühlen und Bedürfnissen ich es zu tun bekomme. Das wären in diesem Beispiel: Ich sehe nicht ein, dass ich für das Wegräumen zuständig sein soll. Mir setzt die Corona-Situation auch zu. Auch ich bin angespannt und fühle mich teilweise allein. Ich möchte in diesen Corona-Tagen spüren, das ich nicht für alles verantwortlich bin. Mein Wunsch: dass alle im Haushalt mithelfen.

Entsprechend formuliere ich mein Bedürfnis: „Der Teller steht noch da. Ich möchte in diesen anstrengenden Tagen spüren, das ich nicht für alles verantwortlich bin, wodurch ich mich alleine und sehr angespannt fühle. Darum helft bitte im Haushalt mit!“

 

Manchmal brauchen die Ich-Botschaften ein wenig Übung. Hat man sich erst einmal darauf eingelassen, ist das Prinzip schnell verinnerlicht.

 

Ein Versuch ist es wert für die friedlichere Stimmung zuhause!

 

Ganz einfach:
Einer sucht sich ein Wort bestehend aus 2 Hauptwörtern aus, das ist der Beginn und dann wird ans 2 te Wort gemeinsam ein neues Wort dran gehängt …bis allen nichts mehr einfällt.
Bsp:Apfelbaum…
Käsekuchen…
Coronazeit…

Heute, in Corona-Zeiten, empfehle ich einen Ausflug in eine andere Welt – in die Welt, in der es keine Kontaktsperre und keine territorialen Grenzen gibt, in eine Welt der Fantasie und Superkräfte.

Ich empfehle Dir einen Ausflug in das Zimmer Deines Kindes, wenn auch nur für eine kurze Weile

Du denkst jetzt, ich kenne doch diesen Ort. Du hast ihn schließlich möbliert und dekoriert, Du hast fast alle Spielzeuge gekauft und ausgesucht und natürlich bist du diejenige oder derjenige, der die Möbel mühsam zusammengebaut hat oder täglich dort aufräumt.

Was ist aber zwischen den Dingen zu finden, die Du zur Verfügung gestellt hast? Wie dekoriert Euer Kind seine Welt? Welche Bedeutung hat die Positionierung von seinen neusten Lego Bionicle Figuren, von Einhörnern und in Rosa gekleideten Puppen? Was sorgt dafür, dass sich Euer Kind in genau diesem Zimmer wohlfühlt? Welchen Schutz findet es hier in einer Welt, die es nicht einschätzen kann?

Was gibt einem Kind das Gefühl, groß zu sein? Was gibt ihm Schutz? Die Höhle, die es gebaut hat, seine Parade an Tieren ums Bett herum?

Nimm Dir Zeit. Atme im Kinderzimmer tief durch und dann lass Dich auf ein Spiel mit Deinem Kind oder mit Deinen Kindern ein, ohne „erwachsene“ Kommentare. Kommentare wie: „Gleich fällt das Wasserglas um“ oder „das sieht nicht gut aus“ oder „das geht kaputt“. Sei einfach mal Held*in, mal Tiger, mal Verlierer*in.

Bei pubertierenden Kindern lasst Euch mal ein, in die Welt des World Wide Web von Jugendlichen und versucht, die Vorlieben Eures Kindes kennenzulernen, zu verstehen. Warum es die braunhaarige Superheldin auserkoren hat um mit ihm die Welt zu retten? Wer weiß?!?

Einfach abtauchen auf Augenhöhe mit deinem Kind in seine Welt und eine spannende Zeit erleben.