Dieses Jahr fallen aus: Osterfeuer, Kirchgänge, Familienbesuche, Kurztrips und Reisen ins Ferienhaus. Auch auf die gebastelten Hasen und bemalten Eier aus der Kita und der Schule müssen wir dieses Jahr verzichten. Und nicht einmal die Freude, vier Tage am Stück frei zu haben und zuhause zu sein, ist vielen von uns vergönnt, schließlich sind wir aktuell mehr zuhause, als uns lieb ist.
Traurig ist, dass die Familienbesuche ausfallen und man gerade jetzt Omas und Opas nicht sehen darf, die alten Eltern in ihren Wohnungen sitzen, mitunter seit Wochen allein. Das beschwert, macht ein schlechtes Gewissen und ist einfach ein großer Mist.
Und dann gibt es dies Gefühl, die Ostertage sollen was Besonderes sein und so wie immer. Schön. Festlich. Leicht.
Also versuchst Du, die Besonderheit der Lage zu ignorieren. Du forschst in den Drogeriemärkten nach Eierfarben, versuchst umständlich die rituellen Lebensmittel zu ergattern, zum Beispiel Hefe und Mehl, für die üblichen Osterbäckereien. Leider gelten die aktuell als Hamsterware, und sind somit nicht zu bekommen. Du bist unter Druck, gestresst und reizbar. Schließlich sollen die Kinder in diesen sonderbaren, aus der Ordnung geratenen Tagen wenigstens schöne Ostern haben.
Oder die Lage versetzt Dich in die Osterlähmung. Du hast keine Lust, aus dem Keller die bemalten Eier hochzuholen, alles auszupacken und zu dekorieren, an den letzten, leider sehr krummen Zweigen, die Du noch ergattert hast. Am liebsten möchtest du Ostern vergessen.
Ja, es ist anderes dies Jahr und ich finde, dann ist das so und darf so sein. Du musst nicht so tun als wäre alles wie immer, die Kinder spüren und wissen es eh, dass nichts so ist, wie sonst.
Entlaste Dich und macht, wozu ihr Lust habt. Erfindet was Neues für diese Tage und lass einfach die Hasen im Ladenregal stehen.
Entstressen, das ist das Wichtigste für diese lange Corona: „Bleibt zuhause!“-Zeit.

Ich habe sie für Euch gebacken- sehr lecker!
Hier noch mal das Rezept für die Menge im Korb:
100 gr Zucker
600 gr Mehl
12 EL Sonnenblumenöl
350 gr Quark
8 EL Milch
2 Vanillezucker
1 Tüte Backpulver

oder auch fürs Kind bzw. für die Kinder
Die Coronazeit ist für alle anstrengend!
Idee und Zeichnung: Gabriele Niemann

Liebe Eltern, liebe Paare, liebe Individualist*innen

Heute ist Sonntag in Corona „Bleibt Zuhause!“ Zeiten!

Heute dürft ihr mal in euch reinhorchen und euch fragen:

„Was würde mir heute gut tun?

Lebt ihr mit einem Partner, einer Partnerin zusammen könnt ihr euch gegenseitig eine halbe Stunde Zeit schenken. Seid ihr alleine mit Kind, dürft ihr einfach mal euer Kind vor einen altersgerechten Film setzen und euch bewusst 30 Minuten Zeit für euch selber nehmen. Einfach mal das tun, was euch gut tut.

Zum Beispiel:
Joggen
Nägel lackieren
Lesen
Einfach in die Gegend starren
Computerspiel zu spielen
oder, oder …

Nur wenn es euch gut geht, kann es auch euren Kindern, eurem Partnern oder eurer Partnerin gut gehen!

 

Märchen sind zeitlos und für alle spannend. Falls ihr keine Märchenbücher habt- man findet diese Erzählungen im Netz.

Ich habe ein paar Ideen für Euch gesammelt:

  • Regelmäßige Essen – eingebaut in die Tagesstruktur
  • Reichlich Wasser trinken (klingt bescheuert, hilft aber die Hirnfunktionen in Balance zu halten)
  • Jugendliche ausschlafen lassen
  • Chillen nicht kommentieren
  • Tägliche körperliche Betätigung: Liegestützen, einen Parcours bauen, gemeinsam Joggen, Kicken auf dem Rasen…

Perfekt für die Corona-Zeit und toll, um es zusammen zu machen: Wii-Sport

  • Das Thema Schule auf bestimmte Stunden am Tag begrenzen
  • Sich bewusst Zeit fürs Kind / den Jugendlichen nehmen
  • Nicht erwarten, dass die Kinder ihr Zimmer aufräumen:
    Bei kleinen Kindern eine gemeinsame Aktion daraus machen
    Bei Jugendlichen ihr Zimmer als ihre Höhle anerkennen
  • Als Eltern gut für sich selber sorgen, damit die Nerven stark sind

 

Und: Es darf auch mal nachgeben werden!

ab 2 Personen

Erst wird der Hut gemalt, dann wird das Gemalte nach hinten gefaltet. Jetzt wird das Papier weitergereicht und eine andere Person malt den Kopf mit Hals, das wird wieder nach hinten gefaltet und weiter so……

Macht auch Erwachsenen Spaß – wir haben es gestern für Euch gemalt!

Wer Kinder hat, kennt auch die wütende Seite unserer jüngeren Mitmenschen.

Bei Kleinen kommt die Wut oft, ohne dass wir einen Zusammenhang mit der Situation erkennen. Es kann der falsche Löffel sein, die Mütze, die heute nicht gefällt oder, oder, oder. Bei unseren Großen langt oft eine Anforderung wie: „Räum den Teller weg“, das Wort „Schule“ oder eine Begrenzung im Medienbereich, um sie zum Ausflippen zu bringen

 

Das Wichtigste dabei ist – und das schreibe Dir auf ein großes Schild ins „Homeoffice“ oder in die Küche:

„Nimm es nicht persönlich!!!“

 

„Nimm es nicht persönlich!“ ist die erste Ausflipp-Präventionsmaßnahme im Corona-Wahnsinn Zuhause.

Das Kind meint nicht Dich! Es weiß nur nicht wohin mit sich. Und ja, vielleicht hat es sich über eine Grenzsetzung geärgert, vielleicht will es seine Autonomie behalten und selbst entscheiden.

Wenn Du es nicht persönlich nimmst, hilft es Dir, bei der Sache zu bleiben und klar Deine Grenze zu formulieren und Dich nicht aufzuregen. Das hilft gerade jetzt in Corona-Zeiten, wo wir mit den Kindern so eng aufeinander sind.

Das Ratespiel schärft das Auge.
A: Ich seh etwas, was Du nicht siehst und das ist gelb?
B: Die gelbe Stange?
A: Nein
B: …..
Lösung: Die quietsche Ente auf der blauen Stange

Kaum jemandem gegenüber verspüren wir mehr Wut, als dem Partner bzw. der Partnerin und den Kindern gegenüber. Das sind die Menschen, die uns in der Regel am meisten reizen. Kleine Sätze wie: „Kannst du die Socken mal in den Wäschesack tun!“, „Hör auf, mit dem Ball gegen die Tür zu kicken!“ oder „Mach das Handy […]