Liebe Eltern, liebe Paare, liebe Individualist*innen!

In dieser Zeit, in der die Welt so ist, wie Sie es für uns alle noch nie war, ist es wichtig, über die eigenen Ängste, Gedanken und Gefühle zu sprechen.
Täglich überschütten uns neue Nachrichten, Infos, tragische Bilder und wilde Theorien.
„Was bedeutet das für uns, was bedeutet das für mich?“, fragt man sich.

Sich möglichst sachlich zu informieren – also eher bei der „Tagesschau“, als in den Sozialen Netzwerken – und sich an die staatlichen Handlungsanweisungen zu halten, kann Sicherheit geben.

Wichtig ist es aber auch, sich Zeit für die eigenen Gefühle zu nehmen.
Sprich mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin oder mit einem Freund, einer Freundin was die momentane Situation in Dir auslöst. Welche Gefühle, welche Befürchtungen Dich beschäftigen. Sprechen hilft, Gedanken zu ordnen und sich mit den Gefühlen auseinandersetzen. Es hilft, sich nicht alleine zu fühlen. Der Andere kann nicht erahnen, was in Dir vorgeht, Du musst es ihm schon sagen.
Bist Du in der Zuhörerrolle, verlangt keiner von Dir, Tipps parat zu haben. Allein das Zuhören ist viel. Den Anderen dabei spüren zu lassen, dass man zuhört –durch Nachfragen, Wiederholen des Verstandenen und welche Gefühle bei Dir als Zuhörer ankommen, das alles ist ein Geschenk und Hilfe für den Erzählerenden. Und keine Angst vor Pausen. Die dürfen sein!

Es ist nicht so leicht, wie es aussieht:-)

Ihr braucht 20 Zettel vom Memoblock und diese könnt ihr gemeinsam mit eurem Kind, euren Kindern bemalen, jedes Motiv 2 x.
Dann habt ihr ein Memoryspiel –
viel Spaß und ein gutes Gedächtnis wünsche ich.

Ja, liebe Eltern, liebe Paare, liebe Individualist*innen dies ist eine ernste Frage: „Welches Tier wärst du heute gern?

Lasst uns heute ein Gedankenspiel machen, das ich gern auch in der Beratung anwende. Die Methode ist wunderbar alltagstauglich und hilft, besser klar zu kommen, bei uns zu bleiben, Stärken zu mobilisieren oder auch, eine Leichtigkeit zu gewinnen, die uns gerade abhandengekommen ist.

 

Also, welches Tier wärst Du heute gern?

Wärst Du zurzeit gern ein Erdmännchen und oder ein Maulwurf und würdest Dich in diesen Tagen im Dunkeln verkriechen bis alles vorbei ist? Du könntest heute auch eine Hamburger Möwe sein, die allen mal auf den Kopf scheißt. Klingt verlockend, um die Anspannung der letzten Tage loszuwerden. Und die Möwe kann noch viel mehr: Sie kann fliegen und sich alles von oben ansehen, sie landet auf Schiffen und fährt eine Zeit mit, sie kann laut kreischen und jeder hört sie.

Oder wärst Du doch lieber ein Flamingo, der steht elegant auf einem Bein, sieht anmutig aus, kann lange Strecken fliegen und ist nie alleine?

 

Ich bin heute eine Schildkröte

Ich entscheide mich heute für eine Schildkröte, die hat immer einen eigenen Rückzugsort, sie hat einen dicken Panzer, der sie schützt, sie kann sowohl in der Sonne als auch im Kühlschrank leben, kann lange schlafen und wird uralt.

Ich nehme mir einfach vor, heute zu denken: „Jetzt bin ich eine Schildkröte“, ich beame mir einen gefühlten Schildkrötenpanzer herbei, an dem lasse ich den Lärmpegel der Musik meines Sohnes abprallen. Auch die Vorwürfe meines Mannes, ich hätte während meines Homeoffices zu wenig aufgeräumt und gespült (die Spülmaschine ist kaputt. War ja klar, dass das jetzt passiert…) bringen mich dann nicht aus der Ruhe. Ich kann mich einfach in den gedachten Panzer in der kleinsten Wohnung zurückziehen, nichts hören und gemütlich meinen Salat essen.

 

Für viele Jugendliche ist es schwer, die aktuelle Lage ernst zu nehmen. Man sieht Corona nicht, noch sind die Erkrankten nicht im familiären Umkreis, noch ist keiner, den sie kennen, daran gestorben.
Die offiziellen Hinweise betonen, dass der Virus für diese Altersgruppe im Allgemeinen ungefährlich ist.
Dennoch ist es wichtig, dass Ihr/Euer Kind sich an folgende Regeln hält:

  • Ihr/Euer Kind soll sich über die aktuellen Erlasse und Vorschriften in seinem jeweiligen Bundesland informieren.
    Zum Beispiel über die Regeln, wie viele Personen bei einander stehen dürfen und wo man sich aufhalten darf.
  • Ihr/Euer Kind muss sich nach dem nach Hause kommen sofort die Hände waschen.
  • Es darf keine Personen mitbringen.
  • Ihr/Euer Kind muss die Husten- und Nies-Etikette einhalten.
  • Ihr/Euer Kind muss Ihre/Eure Taburäume in der Wohnung respektieren – Räume, in die Sie sich/Ihr Euch als Eltern zurückziehen könnt, um aufzutanken.
    (Das gilt auch für Eltern ¬– der Raum des Jugendlichen wird, so gewünscht, nicht betreten)
  • Gemeinsam soll eine feste Uhrzeit für eine gemeinsame Mahlzeit festgelegt werden.
  • Gemeinsam wird festgelegt, wann für die Schule gearbeitet wird.
    Hier kann es sein, dass es bei manchen Jugendlichen gut ist, dies von ihnen flexibel gestalten zu lassen.
  • Ihr/Euer Kind darf aufgrund der aktuell schwierigeren Einkaufsbedingungen nicht wie sonst Lebensmittel nehmen. Es hilft, ein Fach mit zugeteilten Dingen einzurichten, die außerhalb der Mahlzeiten gegessen werden können, zum Beispiel: Cornflakes, Schokolade, Müsliriegel…

Auch die Jugendlichen haben im Moment eine Menge zu verarbeiten. Die Unsicherheit einer völlig neuen Situation, eventuell die wirtschaftliche Unsicherheit der Eltern, die Erfahrung einer Situation, auf die auch die Politik nicht vorbereitet ist, und, und, und. Vor allem aber müssen sie – mitten in der Pubertät – mit der Einschränkung ihres Bewegungsradius und ihres sozialen Alltags zu recht kommen. Im Gegenzug zu den ganzen Regeln, den Bestimmungen und dem Zwang, könnten Sie als Eltern, könntet Ihr als Eltern auf viele der üblichen Konfliktpunkte zwischen Ihrem/Eurem Kind und sich/Euch verzichten. Als Entgegenkommen gäbe es die Möglichkeit, das pubertierende Kind ausschlafen lassen, die Medienzeit weniger zu begrenzen und das Schulthema nicht mehr als zweimal am Tag zu erwähnen.

Ich wünsche Euch einen langen Atem!

Zeichnung von Gabriele Niemann

Suchen Sie 10 -20 Dinge (je nach Schwierigkeitsgrad) und Ihr Kind soll sich die anschauen.
Dann legen sie ein Tuch drüber und entfernen ein Teil.
Tuch wieder weg und dann kommt die Frage:
Welches Teil fehlt?

Liebe Eltern, liebe Paare, liebe Individualist*innen,

ist es schon in normalen Zeiten anstrengend genug, als Familie gut zu funktionieren, ist es das bei einem „Bleibt zuhause!“ erst recht!

Ein Tipp, um gut durch den Corona-Alltag zu kommen, ist, ihm Struktur zu geben.

Heute ist Montag, perfekt für den Start mit einem „Bleibt Zuhause“ -Tagesplan:
Entwickeln Sie eine Tagestruktur und besprechen diese mit Ihrem Kind/Ihren Kindern.

  • Wann gibt es Essen
  • Wann Schulzeiten
  • Freizeiten, Sportzeiten, Spielzeiten
  • Medienzeiten
  • WICHTIG: „Garnichtstuzeiten“

Hängen Sie den Stundenplan ersichtlich für alle hin!
Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass die Schulzeit begrenzt wird – ein Anfang und ein Ende hat und nach dem Ende an diesem Tag das Thema Schule keine Rolle mehr spielt.
Ihre Kinder lernen in diesen Tagen genug über Dinge von denen wir, die Erwachsenen, bis heute auch nichts wussten…

Wichtig: Für Jugendliche in der Pubertät sollte ein großzügiger Rahmen geschafft werden, mit Berücksichtigung von Ausschlafen, viel Raum für Medienzeit und eine begrenzte Schulzeit. Es nützt derzeit keinem, wenn Schule zum Terror-Thema wird.
Und auch für all jene, die keine Kinder haben, kann es für die Stabilität der oder des Einzelnen aber auch als Paar, hilfreich sein, Strukturen zu schaffen. Etwa dadurch, feste Zeiten zu etablieren und Rituale zu pflegen.

Ich wünsche einen stressfreien Tag,
Ihre
Kerstin Erl-Hegel

ab 2 Personen
A: Ich packe in meinen Koffer: eine Zahnbürste
B: Ich packe in meinen Koffer: eine Zahnbürste und eine Chipstüte
C: Ich packe in meinen Koffer: eine Zahnbürste, eine Chipstüte und die Kängeruchroniken
A: Ich packe in meinen Koffer: eine Zahnbürste, eine Chipstüte, die Kängeruchroniken und

Kennt Ihr das noch? Teekesselchen raten!
Ratet mal:
Mein 1.Teekesselchen ist lebendig
Mein 2. ist ein Ding
Mein 1. lebt oft auf dem Land
Mein 2. benutze ich täglich

Und so weiter….
Gerne Teekesselchen Ideen posten!